<> Jenny Louise Becker
PA062 (Wahlprogrammvorschlag Außenpolitik 2013) in #bongs abstimmen!

Der gemeinsame “Wahlprogrammvorschlag Außenpolitik 2013” PA062 der IG Friedensforschung zusammen mit dem ehemaligen Koordinator der AG Außen, der UG Verteidigung sowie zahlreichen Mitarbeitern im Liquid Feedback erarbeitet, benennt und beschreibt die Brennpunkte Deutscher Außenpolitik und macht praktikable Verbesserungsvorschläge. 



Zusammenfassung:

Insgesamt ist die Initiative eine an den Leitprinzipien der Piratenpartei, wie Transparenz, Rechtstaatlichkeit und Volksbeteiligung orientierte umfangreiche, außenpolitische Positionsbestimmung und könnte eine handlungsorientiere Grundlage für die außenpolitische Entscheidungsfindung unserer zukünftigen Abgeordneten im Bundestag darstellen.
 Der Antrag ist weitreichend und ausgewogen und eignet sich daher, gerade was die Zeitknappheit in Bochum angeht, gut für eine außenpolitische Positionsbestimmung. Er sollte durch den PA0185 zur Entwicklungszusammenarbeit, Anträge der AG Außen und P030 der UG Verteidigung zu Afgahnistan ergänzt werden. Die Anträge der AG Europa bleiben unberührt.





Zu den Inhalten:

 Präambel

Die beständig anwachsende Angst vor sog.  ”Terrorismus” führt weltweit immer häufiger zu militärischen Interventionen. Diese Interventionen veringern oder beseitigen den Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen jedoch nicht, sondern erweitern häufig noch deren Nährboden. Ein viel stärkerer Fokus soll deshalb auf zivile Zusammenarbeit (z.B. auch eine nachhaltige EZ) gelegt werden, weil nur diese die Möglichkeit bietet, den Zulauf zum Terrorismus tatsächlich zurückzudrängen.



Friedensmissionen


Er postuliert eine interventionskritische Position zum Thema Friedensmissionen: An sog. Friedensmissionen sollen höhere Hürden gesetzt werden, wie eine Rechtsprüfung, die Zustimmungspflicht eines heterogen besetzen Expertengremiums nach Art einer Enquete-Kommission und wenn möglich auch Volksentscheide. Gerade die Interventionen in Afghanistan und auch im Irak, bei der sich Deutschland nach einer Wahl Stoibers sehr wahrscheinlich aktiv beteiligt hätte, sind Beispiele, dass die Hürden bisher zu gering sind. Die Beteiligung Deutschlands an den Kriegen gegen Irak und Jugoslawien und an der Operation Enduring Freedom (OEF) gegen Afghanistan führte nicht nur zu politisch misslungenen Ergebnissen, sondern war auch rechtswidrig. Die sog. “humanitäre Intervention” mit anschließender Bombardierung des Kosovos verstieß gegen das Völkerrecht (http://www.sicherheitspolitik.de/uploads/media/wus_17_2005_just_kosovo.pdf). OEF ist ein Instrument, das jenseits der UN-Charta weltweite Interventionen ermöglichen soll. Deswegen muss gerade Deutschland, das auch in Kriegs- und Friedensfragen rechtsstaatlich handeln will, effiziente Kontrollinstrumente zur Verfügung stellen.



Transparenz und Korruptionsbekämpfung

Die Korruption ist das weltweit schlimmste Verhalten zur Aushöhlung des Rechtsstaats. Korruption findet nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenländern statt, sondern auch in fortschrittlichen Demokratien. Deswegen ist es entscheidend, Regelwerke zu etablieren und umzusetzen, die der Korruption entgegenwirken. Der Antrag benennt die vielfältigen Ansätze dafür. 



Überwachungstechnologien

Derzeit helfen deutsche Firmen durch die Bereitstellung von IT-Systemen aktiv bei der Unterdrückung von Menschen in weniger freien Regimen (Siemens liefert relevante Beuteile an Iran, Bundesregierung hat durch Hermesbürgschaften sogar aktiv unterstützt). In der heutigen Zeit müssen deshalb IT-Systeme, die zur Zensur- und Überwachung geeignet sind zwingend Beschränkungen unterliegen, um Menschenrechte zu schützen. (Aktuelle Quellen Bundestag & Süddeutsche) 

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Rüstungskontrolle & Atomwaffen

Beispiel Atomwaffen: Deutschland ist keineswegs atomwaffenfrei: Das zeigen die amerikanischen Atomwaffen in Büchel (B61 - über die 20-fache Sprengkraft der Hiroshimabombe) und dass die deutsche Luftwaffe im Rahmen der nuklearen Teilhabe Jagdbomberpiloten für den Einsatz mit Massenvernichtungswaffen ausbildet. Aber: die ganze weltweite Atombewaffnung verstößt gegen Art. 6 des Atomwaffensperrvertrags; diese Rechtsfrage ist durch den Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen (IGH) geklärt. Deswegen müssen gerade von Deutschland tragfähige Abrüstungsinitiativen - wie etwa eine Nuklearwaffenkonvention - ausgehen. Außerdem richtigen wir uns explizit gegen Uranmunition, also Munition mit abgereichertem Uran, die bspw. im Irak eingesetzt wurde und dort bis heute enorme gesundheitliche Schäden hervorruft (YouTube Video dazu)

I
nternationale Abkommen

Zunehmend wird versucht in internationalen Abkommen ein nicht mehr tragfähiges Konzept von Rechten an Immaterialgütern zu zementieren. ACTA, PIPA, SOPA basieren auf dem Versuch mit vollkommen unverhältnismäßigen Eingriffen in die Privatsphäre der Menschen etwas durchzusetzen, was sich in dieser Form nicht durchsetzen lässt. Neben diesen Versuchen existieren völkerrechtliche Verträge, wie TRIPS, die Berner Übereinkunft und auch EU-Richtlinien, welche für eine Anpassung des Rechtssystem an das 21. Jhd. geändert oder ggf. auch aufgekündigt werden müssen. Auch die Aushöhlungen des Bankgeheimnisses in Abkommen wie SWIFT sind abzulehnen.




Wenn ihr u.a. diese Punkte gern im Programm haben möchtet, dann stimmt bitte für den PA062. Der Antrag ist auch modular gestellt, falls ihr ihn nicht als Ganzes wollt.

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Pro / Kontra Aufführungsverbot: Erstmal die Faktenlage klären!

Die Gemüter kochen hoch in der Debatte “Pro / Kontra Aufführungsverbot” des sogenannten Films: “Innocence of Muslims”, auch in der, meiner, Piratenpartei. Der als “anti-islamischer Schmäh-Film” bezeichnete Film ist offenbar geeignet, anti-islamische Hetze zu transportieren, da er den Propheten Mohammed schlecht machen soll. Trailerteile kursieren im Internet, es kam zu Gewaltausbrüchen in einigen Ländern und die rechtspopulistische “Pro Deutschland” - Partei möchte den Film gerne in ganzer Länge zeigen, Argument: Schutz der Meinungsfreiheit.

  • Teile der Partei möchten die Zornwellen besänftigen, deeskalierend wirken, die Menschenrechte von Muslimen schützen, zu einem Rückgang der Gewalt beitragen und das Aufführungsverbot (auch weil es ein Zeichen gegen rechts setzen soll) unterstützen
  • Andere halten es für die libertäre Piratenpartei unumgänglich, sich auch hier hinter die Meinungsfreiheit zu stellen

Es stehen sich also Grundrechte gegenüber (Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit), in außerdem einer politisch eskalierende Situation, die bereits zu vielen Verletzten und Toten geführt hat.

Es geht aber eigentlich erstmal darum die Fakten zu klären!

1. Es häufen sich die Hinweise, dass die Schauspieler über die Art und Weise, wie der Film herausgearbeitet werden sollte, getäuscht worden sind (Anna Gurji in der heutigen Huffington Post). Es sollte ein satirisches Werk entstehen, namens “Desert Warrior”, keinesfalls ein anti-islamischer Hetz-Film, so die Schauspielerin. Der Film wurde offenbar in erheblichem Maße nachsynchronisiert, umgeschnitten und umbenannt. Auch die Motive des Produzenten des Filmes sind nicht eindeutig. Solang diese Fakten nicht geklärt sind, sind es die Persönlichkeitsrechte der SchauspielerInnen, etwa das Recht am eigenen Bild, die es zu bewahren gilt. Diese Menschen sind in einigen Ländern ihres Lebens nicht mehr sicher und auch eine Einreise nach Deutschland könnte dann für sie gefährlich werden (Artikel im focus).

Bis diese Faktenlage nicht lückenlos geklärt ist, darf dieser Film nicht gezeigt werden!

2. Es ist unklar, ob “Pro Deutschland” wirklich über den Film in ganzer Länge verfügt. Angeblich soll es sich um mehrmals aneinandergeschnittene Trailerteile handeln.

Wenn der Film eigentlich ursprünglich ein satirisches Machwerk war, ist zu analysieren, ob es eine liebevolle Satire, wie etwa “Das Leben des Brian” von uns verstanden wird, sein sollte, oder eine hasserfüllte Satire, mit boshafter Zielsetzung war . 

Empfehlung: Vielmehr Sinn würde es für uns als Piratenpartei ohnehin machen, den Film keinesfalls unkommentiert in den Kinos zeigen zu lassen, sondern in wissenschaftlich-politischen Rahmen, wie es Jörg Fries, Leiter des Zeughauskinos in der TAZ von heute empfiehlt. Das könnte partei-intern passieren oder öffentlich. Jedenfalls könnte man islamische und christliche Gelehrte, wie beispielsweise Religionswissenschaftler dazu einladen, Geistliche aus beiden Kulturen, Menschen die viel Distanz zu beiden Gefilden haben, etc. Dies sollte in einem moderierten Rahmen passieren.

Daher hier meine LiquidFeedback-Alternativ-Ini, bitte unterstützen!

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Truppenflauschen durch 1.-Klässler?

Also da ist mir schon irgendwie die Spucke weggeblieben, die Dame scheint meiner Rezeption des Lebens diametral gegenüber zu stehen:

Engel für Afghanistan (Köln, 13.07.2012)

Bei einem Schulprojekt der besonderen Art kooperieren zukünftig die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn und die Klasse 2b der Gemeinschaftsgrundschule aus Gummersbach – Bernberg. Das 2011 ins Leben gerufene Projekt „Schutzengel für Afghanistan“ findet mit Kommandeur Oberstleutnant Herfried Martens zukünftig einen neuen Förderer. (Ganzen Artikel lesen)

(Harald Pflüger kommentierte das auch kritisch, mehr)

Offenbar wird den Erstklässlern ein positiver Eindruck vom Afghanistankrieg vermittelt. Unabhängig davon wären diese auch bei einer Ausgewogenheit überfordert.

Besonders schlimm: Die Schulleitung dürfte über das unpädagogische Verhalten der Lehrerin informiert sein. 

Wie wird die Piratenfraktion NRW auf das Nachfolgende reagieren?

Frau Sülzer sollte gefragt werden: Warum wird nur für die deutschen Soldaten gebetet und nicht auch für die zivilen Opfer?  Warum wird nicht für das Ende der Gewalt gebetet?

Gehören Gebete überhaupt in die Schule? Hatte Frau Sülzer sich vorher darüber informiert, ob auch Kinder anwesend waren, die von ihren Eltern konfessionsfrei erzogen werden?

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Die #pk12 aus meiner Sicht!

Am Wochenende fand das 2. außenpolitische Barcamp der AGen Außen- und Sicherheitspolitik und Europa der Piratenpartei statt. Der Ort war wunderbar gewählt: ein großräumiges und doch übersichtliches Theater- und Freizeitzentrum mitten in Potsdam, welches den Ansprüchen: Saal für die zentralen Vorträge sowie mehrere Räume für die Workshops, Raum zum gemeinsamen Essen, Parkplätze und Grünflächen zum Grillen mit Kinderspielplatz gerecht wurde. Dann liegt es auch noch direkt am Heiligen See, sodass es möglich war, morgens und abends sowie zwischen den Reden und Workshops Schwimmen zu gehen! 

Die über Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa hörten Vorträge von international renommierten Wissenschaftlern wie Dr. Sandro Gaycken über Cyberwar am Sonntagmorgen; Dr. Matin Baraki, ein afghanischer Friedensforscher und Politologe und Tobias Pietz vom Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) nahmen an einem Panel zu Entwicklungspolitik und ziviler Konfliktbearbeitung teil und unterhielten sich mit dem Pirat Alfred Horn, seines Zeichens jahrzehntelang in der Entwicklungshilfe u.a. für HELP in Afghanistan tätig und der jungen Caroline Mosler (momentan bei der GIZ) mit Arbeits- und Forschungserfahrungen aus China, Nepal und der Mongolei am Samstagmorgen fast drei Stunden über die Situation in Afghanistan. 

Die Streams zu allen Vorträgen findet ihr vorläufig hier

Das Fazit der Experten war es, dass die Entwicklungszusammenarbeit leider zu häufig als Aufräumhelferin während und nach gewaltsamen Konflikten herhalten muss. “Eiserne Faust im Samthandschuh” (Dr. Baraki) oder “Kamellewagen im Panzerkonvoi” (Alfred Horn) waren Bilder die herhalten mussten. Tobias Pietz vom ZIF stellte demgegenüber präventive Instrumente der internationalen Friedenseinsätze vor, sehr zu empfehlen in dem Zusammenhang sind die Materialien zu Internationalen Konflikten zum Download.

Ich habe in dem Zusammenhang heute noch eine LiquidFeedback-Ini gestartet: Zivile Krisenvorbeugung im Makro-Bereich stärker fördern.

Das Fazit von Dr. Gaycken war äußerst besorgniserregend: Unsere Wissens- und Informationsgesellschaft basiert auf einer sehr unsicheren IT. Über z.B. Microsoft befinden sich womöglich so genannte “logic bombs” (das sind Computerbefehle, Pogramme oder Subprogramme, welche darauf ausgelegt sind Schaden, Datenschaden oder unautorisierte Änderungen an der Software oder dem Server zu verursachen) in unseren Rechnern, ähnliche “Einfallstore” für Geheimdienste und andere Akteure könnten sich z.B. in chinesischer Hardware verstecken. Außerdem sind Angriffe von militärischen Hackern nicht zu verorten (sogenanntes Attributionsproblem) weswegen u.a. nahezu alle Kategorien des Völkerrechts oder herkömmliche Begriffe der Justiz generell nicht (mehr) greifen. Das Rechtswesen ist (wie u.a. bei Urheberrecht auch) völlig im Hintertreffen. Diesem Problem haben sich dann die Teilnehmer der neu gegründeten AG Cybercrime angenommen und erste Schritte zu einer Position der Piratenpartei in einem Pad (Link) unternommen.

Die Streams zu allen Vorträgen findet ihr vorläufig hier

Ich habe etwas zum dringenden Reformbedürfnis der Satzung der IAEO und des Non Proliferation Treaty erzählt (Download); wer mehr zur Nuklearen Abrüstung und den Aktivitäten der Piraten in dem Bereich hören möchte, dem sei die Frankfurter Konferenz am 11. August wärmstens empfohlen.

Die UG Verteidigung, eine Untergruppe zur AG Außen- und Sicherheitspolitik stellte sich auch vor. Ich konnte leider nicht hin, weil ich Referenten zum Bahnhof fahren musste, finde jedoch ihre Arbeit ausgesprochen interessant! Ich habe übrigens kürzlich mit einigen Interessierten die IG Friedensforschung gegründet (Interessengemeinschaft;) und freue mich auch sehr über weitere TeilnehmerInnen! Einfach im WIKI eintragen :)

Angelika Beer hielt übrigens auch einen sehr versierten Vortrag zur Rüstungskontrolle und definierte das Transparenzerfordernis, dass die Piratenpartei hier einfordern sollte. Ihre umfänglichen Thesen findet ihr hier.

Bei den EU-Piraten konnte ich leider gar nicht vorbeischauen, da mein Schwerpunkt mehr in der Außen- und Sicherheitspolitik liegt und ich ja auch mein kleines Monster dabei hatte. Ich möchte Mandy noch mal für ihre Bereitschaft zur Kinderbetreuung danken, durch sie konnte ich unbeschwert Politik machen;) Vielen vielen Dank! Die Piratenpartei ist eine sehr kinderfreundliche Partei und ich kann die aktive Teilnahme an unserer Politik allen Eltern wärmstens empfehlen!

Mein persönliches Fazit: Ich habe wieder sehr viele nette Piraten kennengelernt! Die Organisation und die Abläufe waren top! Da wirklich viele Interessen, Ideen, Anregungen und Vorlieben unter eine Hut gebracht werden mussten, war es im Vorfeld etwas chaotisch und die Planungen liefen manchmal durcheinander. Zum Beispiel war nicht klar, ob man an dem Wochenende tatsächlich fertige Positionspapiere erstellen oder viele interessante Vorträge hören wollte. So wie es jetzt letztendlich lief fand ich die Mischung beider Ansprüche gut gelungen und konnte persönlich sehr viel mitnehmen. 

Mein persönlicher Dank und #ff geht an:

Nadine @Kamika_ezchen

Mandy @oOMissPlaOo

Caro @688i

Micha @der_MvG

Torben @weezerle 

Hubert @hubx 

Simon Gauseweg

Marcel @marcel_sch

Foti @DosOz42

Bastian @bastianbb

& Florian @Zeroskillor

und vor allem an die, deren Namen ich mir nicht merken konnte;)

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bundesliquid:

Thema: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/1918.html


Vorschlag: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/suggestion/show/6806.html

Unterschied Cyberaktivismus, -crime, -war

Eine VerständnisFrage: Bitte Erklärt die Begriffe, sonst kann ich nicht zustimmen. Wo seht ihr die Unterschiede beim Cyberaktivismus?
Danke



Alle aktiven Initiativen des Themas 1918:


Vorschläge der Initiative:

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Piraten sind gute Menschen

Aus gegebenem Anlass rufe ich den Berliner Piraten (mich eingeschlossen) zu: Piraten, glaubt an das Gute im Menschen! Wir ALLE machen Fehler. Diese uns nicht unentwegt vorzuhalten und aufzubauschen, sondern gemeinsam konstruktive Auswege und Lösungen zu erarbeiten sollten unsere zukünftigen Ziele sein. Bitte, lasst uns ein Klima des Vertrauens und gegenseitiger Rücksichtnahme schaffen. Wir wollen die Politik und die Gesellschaft verändern - dann müssen wir bei uns selbst, beim wir anfangen.

Ich seh’s optimistisch! Just dog it!

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Zum Stream hier lang ->
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Sonntag: Soirée électorale in der frz. Botschaft. BGE für Frankreich?

Endlich mal eine Gelegenheit, sich detailliert ins BGE einzuarbeiten - das wollte ich ja schon immer mal. Über die Berliner Mailingliste der Piratenpartei ging der Aufruf der Deutschen Gesellschaft für Internationale Politik (DGAP) nach einem Sozialpiraten dreimal, dann dachte ich “ich mach’s, wenn’s sonst keiner macht” und hatte den Job, da auch auf französisch diskutiert werden soll. Nun ja, ich freu mich! In Frankreich zeichnet sich ein Regierungswechsel ab, die die europäischen Märkte und die Bürger Europas beschäftigt. Wenn sich in Frankreich eine Sozialpolitik mit Francoise Hollande etabliert, wird sich das wirtschaftliche Klima auch für Deutschland ändern. Das ist spannend!  Ich werde über das Bedingungslose Grundeinkommen sprechen.

Wer mich an morgigen Sonntagabend zum Soirée électorale in die französischen Botschaft begleiten möchte, der melde sich unter jenny@reset.to

Folgende Panels finden statt:

Lektionen aus dem Wahlkampf: Welche Herausforderungen für die neue Präsidentschaft?

18.10-18.30 Uhr

Claire Demesmay, Programmleiterin Frankreich-Programm, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Sabine von Oppeln, Akademische Oberrätin, Freie Universität Berlin

Yoan Vilain, Doktorand Centre Marc Bloch; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2007

Max Bosse, FU Berlin

Moderation: Pascal Thibaut, Radio France Internationale 

Deutschland-Frankreich: Wie wird sich die bilaterale Beziehung nach der Wahl entwickeln?

18.40-19.10 Uhr

Hildegard Bentele, Außenpolitische Beraterin in der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages

Matthieu Rigal, Vorsitzender der Berliner Abteilung der Sozialistischen Partei

Barbara Kunz, Projektleiterin, Stiftung Genshagen; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2008

Nina Ohlmeier und Anna Ritte, FU Berlin

Moderation: Sabine von Oppeln, FU Berlin 

Wirtschafts- und Sozialpolitik: Welche Prioritäten unter der nächsten Präsidentschaft?

18.40-19.10 Uhr 

Jörn Bousselmi, Geschäftsführer der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer

Jenny Becker, Piratenpartei

Daniela Schwarzer, Forschungsgruppenleiterin, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Christoph Dietrich, Facharzt; wissenschaftlicher Mitarbeiter FDP, Deutscher Bundestag; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2010

Moderation: Karl de Meyer, Korrespondent “Les Echos”

Europapolitik: Welche Auswirkungen wird die Wahl auf die europäische Integration haben?

19.20-19.50 Uhr 

Günter Gloser, MdB, SPD

Wolfgang Gehrcke, MdB, DIE LINKE

Céline Caro, Europakoordinatorin, Konrad-Adenauer-Stiftung; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2009

Timo Blenk und Jérémie Gagné, FU Berlin

Moderation: Claire Demesmay, DGAP 

Integration und Gesellschaft: Wie wird sich das Zusammenleben nach der Wahl gestalten?

19.20-19.50 Uhr 

Volker Beck, MdB, Die Grünen

Monika Sonntag, HU Berlin; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2010

Sébastien Vannier, Journalist; Deutsch-französischer Zukunftsdialog 2010

Nicolas Diehl, FU Berlin

Moderation: Pascal Thibaut, Radio France Internationale

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Liebe Menschen.

Mein täglicher Antrieb, morgens aufzustehen, ist – neben meiner kleinen Tochter natürlich – die Vision einer friedlicheren Welt. Schon mein ganzes Leben lang werde ich von dem Gedanken angetrieben, dass wir alle eines Tages gemeinsam und in Frieden auf diesem Planeten leben. 

Ich habe mich im Studium damit beschäftigt: erst mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht in Jura, dann mit einem Master in Friedens- und Konfliktforschung. Habe 2004 ein Buch herausgegeben, in dem ich das Spannungsfeld zwischen Urheberrecht und Freiem Internet beleuchtete. Danach habe ich hauptberuflich mit RESET Online-Aktivismus für eine zukunftsfähige Welt gemacht. Jetzt arbeite ich als Geschäftsführerin einer Friedensstiftung, evaluiere Bildungsprojekte und bin im Vorstand der Juristen gegen Atomkrieg.

Aber Kriege fangen nicht da an, wo Menschen zu den Waffen greifen und Konflikte fangen nicht erst da an, wo man den anderen beleidigt. Und auch bei uns in der Partei hätte es gar nicht erst dazu kommen müssen, dass sich Gruppen bekriegen, es zum offenen Konflikt kommt, zum Beispiel über Liquid Feedback.

In den Auseinandersetzungen um Liquid Feedback wurde versucht, regionale Traditionen und Vorlieben mit dem Vorschlaghammer durchzusetzen, statt auf einander einzugehen. Und dieses Projekt, das wichtigste und zentralste unserer Arbeit, dadurch gefährdet. Liquid Feedback wird nicht akzeptiert, obwohl es unser Kommunikations- und Kooperationsmedium sein sollte. Obwohl DAS unsere Art ist, Politik zu machen. Obwohl es DIE Art ist, in Zukunft Politik zu machen.

Ich will, dass wir gemeinsam für eine bessere Zukunft streiten. Auf Basis von Debatten, auf Basis von Meinungsdifferenzen, aber miteinander und nicht gegeneinander. 

Lasst mich ein Beispiel erzählen:

 Jan Hemme, ein einfacher Berliner Basispirat hat eine Initiative zu Datenschutz („Datenschutzniveau des Landes Berlin durch die Novellierung der EU-Datenschutzrichtlinien erhalten und ausbauen“)  eingestellt, die nachdem sie im Liquid von der Basis gemeinsam beackert und schließlich angenommen wurde, im Abgeordnetenhaus von der Piratenfraktion und den Fraktionen aller Parteien weiterentwickelt worden ist. Sie bekam erneut grünes Licht und ist jetzt unterwegs um im Bundesrat zu einem Gesetz zu werden. Das hat alles kein halbes Jahr gedauert!

Wir wollen dieses Jahr noch mindestens 2 Fraktionen auf Länderebene stellen. Wir wollen nächstes Jahr weitere Fraktionen auf Länder-, eine Fraktion auf Bundesebene stellen.  Und diese Fraktionen sollen UNSERE Politik machen, die Politik aller Piraten.  LiquidFeedback ist das einzige Medium, mit dem wir unseren Abgeordneten die Meinung der Basis unterbreiten können. Wir wollen eine Mandatsträger, die wir nicht einfach wieder abwählen können, lenken und steuern! Die gelebte Realität im AGH zeigt, dass Liquidergebnisse einstimmig angenommen werden und dass danach gehandelt wird.

Ich will im BuVo eine sehr gute Kommunikationsstruktur durch LiquidFeedback anstreben und eine gerechte Kommunikationskultur die alle mitnimmt. Ich bin dazu ausgebildet worden, gemeinsam voranzukommen, eine gemeinsame Vision entwickeln zu können, gemeinsam nach vorne zu gehen. Ich bin dazu da, einen Mittelweg zu suchen und nicht nur eine Partei zu stärken. Wir brauchen Konzepte um Macht zu teilen, Interessen auszugleichen und zwischen unseren Kulturen zu kommunizieren. 

Und da ist noch ein Punkt, der mir wichtig ist. Wir müssen einen anderen, einen besseren Umgang mit der Presse lernen. Wir müssen uns treu bleiben und dürfen uns nicht zur Unterhaltung von Zuschauern aufbauen und wieder vernichten lassen. Wir müssen unsere Ideen, die für die Gesellschaft so wichtig sind, fruchtbar weiterentwickeln können. Auch die Kommunikation nach außen will ich mit eurer Hilfe aufs nächste Level bringen.

Wenn ihr das alles unterstützen wollt, dann neben Jenny ein Kreuzchen machen.

 

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Tipps bei A*b*m*a*h*n*-Foo m(

Wir haben letzte Woche ‘ne Abmahnung über 800 € zugestellt bekommen, wegen angeblichem Down- und Upload einer Folge von “The Walking Dead” - NERV! 

Ich habe dann folgendes unternommen.

1. Bei der Kanzlei angerufen und klärende Angaben zum Sachverhalt gemacht:

* Ich hätte als Anschlussinhaberin nicht selber heruntergeladen sondern *falls überhaupt jemand* dann mein Freund, Papa meines Kindes und Lebensgefährte, also “volljähriger Haushaltsmitbewohner” (das ist schon mal gut, weil es das Verfahren erstmal abändert).

* Glaubhaft gemacht, dass wir beide ziemlich wenig verdienen und die Strafe definitiv eine unangemessene Härte darstellt (blöd, wenn man total viel verdient:(

* Versprochen, dat Dingen (den file) sofort zu löschen und nicht weiterzuverbreiten

2. Unsere Steuerbescheide und folgende Unterlassungserklärung sofort innerhalb der kurzen Frist zurückgeschickt

Ich vermute, dass das Verfahren sofort eingestellt wird… Kann das .doc auch mit näheren Angaben zu unserem konkreten Sachverhalt bzw. dem Angebot von Hilfe bei euren Abmahnungen weitergeben! Einfach Mail an info (ät) en-paz (dot) de 

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